Google Ads: Änderungen an zielbasierten Gebotsstrategien ab 17. August 2026
Ab dem 17. August 2026 ändert Google die Gebotslogik für zielbasierte Strategien wie Ziel-CPA und Ziel-ROAS. Erfahren Sie, welche Kampagnentypen betroffen sind und welche Optionen Werbetreibende jetzt haben.
Google ändert Gebotssysteme für zielbasierte Strategien
Google Ads passt ab dem 17. August 2026 seine Gebotssysteme an. Ziel ist eine konstantere, besser vorhersehbare Kampagnenleistung auf Basis der festgelegten Gebotsziele – auch bei Budgetanpassungen. Betroffen sind Kampagnen mit zielbasierten Gebotsstrategien, etwa Ziel-CPA oder Ziel-ROAS. Ein neues Tool zur Anpassung von Gebotszielen ist bereits seit dem 6. Juli 2026 in Google Ads verfügbar.
Was ändert sich konkret?
Bisher können budgetbeschränkte Kampagnen mit zielbasierter Gebotsstrategie ihr Gebotsziel übertreffen, was bei Budgetanpassungen zu Leistungsschwankungen führen kann. Nach dem 17. August 2026 richten sich diese Kampagnen konsistenter am festgelegten Ziel aus – unabhängig von Budgetänderungen. Kampagnen, die ihr Ziel bisher übertroffen haben, nähern sich dadurch stärker dem ursprünglich definierten Wert an.
Beispiel: Liegt der Ziel-CPA bei 10 €, der tatsächliche CPA zuletzt aber bei 5 €, liefert die Kampagne ab dem 17. August 2026 Ergebnisse näher an 10 €. Wer die bisherige Leistung beibehalten möchte, kann das Ziel manuell anpassen.
Bei kanalübergreifenden Kampagnen wie Performance Max und Demand Gen kann sich zusätzlich die Traffic-Verteilung auf die Kanäle verändern.
Welche Kampagnentypen sind betroffen?
Betroffen sind Such-, Shopping-, Performance-Max-, Demand-Gen-, Display-, Hotel- und Reisekampagnen. Nicht betroffen sind App-Kampagnen, Videokampagnen vom Typ „Reichweite” und Videoaufruf-Kampagnen (VVC). Bei Display- und Hotelkampagnen ist das neue Gebotsverhalten bereits verfügbar. Die Änderung gilt für Google Ads, Search Ads 360, Display & Video 360, Google Ads Editor und die Google Ads API.
Benachrichtigungen im Konto richten sich an Werbetreibende, deren Kampagnen in den letzten 12 Monaten durch das Budget eingeschränkt wurden und eine betroffene zielbasierte Gebotsstrategie nutzen. Wichtig: Google passt Gebotsziele oder Budgets nicht automatisch an – eine Überprüfung vor dem 17. August 2026 wird empfohlen.
Welche Handlungsoptionen gibt es?
- Aktuelles Ziel beibehalten: Entspricht das Ziel den Unternehmenszielen, ist keine Änderung nötig. Kampagnen, die ihr Ziel übertroffen haben, werden nach dem Update jedoch näher an das Ziel herangeführt.
- Ziel an aktuelle Leistung anpassen: Über die Option „Übernehmen” im Tool lässt sich das Ziel auf Basis der zuletzt erzielten Leistung aktualisieren (z. B. Ziel-CPA von 10 € auf 5 € senken, wenn der tatsächliche CPA 5 € beträgt).
- Individuelles Ziel festlegen: Ein benutzerdefinierter Wert kann gesetzt werden, der den jeweiligen Geschäftszielen entspricht.
- Gebotsstrategie wechseln: Ein Wechsel zu „Conversions maximieren” oder „Conversion-Wert maximieren” ist möglich, führt aber ohne feste Zielvorgabe zu schwankendem CPA oder ROAS bei Budgetanpassungen.
- Budget erhöhen: Nach dem 17. August 2026 richten sich Kampagnen unabhängig vom Budgetlimit konsistent am Ziel aus, sodass Budgeterhöhungen ohne unerwartete Effizienzschwankungen möglich sind. Empfohlen wird ein Tagesbudget deutlich über den durchschnittlichen Ausgaben sowie das Abwarten von ein bis zwei Conversion-Zyklen nach einer Anpassung, bevor die Leistung neu bewertet wird.
Zusammenfassung:
Ab dem 17. August 2026 richten sich budgetbeschränkte Kampagnen mit zielbasierter Gebotsstrategie konsequenter am festgelegten Gebotsziel aus. Das seit dem 6. Juli 2026 verfügbare Tool zur Anpassung von Gebotszielen ermöglicht es, bestehende Ziele zu überprüfen und bei Bedarf anzupassen. Google nimmt keine automatischen Änderungen vor – Werbetreibende mit betroffenen Kampagnentypen sollten vor dem Stichtag aktiv werden.
