ChatGPT Ads: Neues visuelles Anzeigenformat und erweiterte Messung
OpenAI baut seine Werbeplattform in ChatGPT aus: Am 5. Oktober 2026 wurden ein neues visuelles Anzeigenformat, zusätzliche Messpartner und neue Kontrollmöglichkeiten für das Werbeumfeld angekündigt. Erfahren Sie, was sich konkret ändert und was das für Werbetreibende bedeutet.
OpenAI erweitert ChatGPT Ads
ChatGPT erreicht laut OpenAI wöchentlich rund 1,2 Milliarden Menschen. Mit der Ankündigung vom 5. Oktober 2026 erweitert OpenAI sein Werbeangebot in drei Bereichen: ein neues bildbasiertes Anzeigenformat, ausgebaute Messlösungen über Partnerunternehmen sowie zusätzliche Maßnahmen für Markensicherheit. Die Registrierung für Werbetreibende erfolgt über ads.openai.com.
Was ändert sich konkret?
Kern der Ankündigung ist ein visuelles Anzeigenformat. Werbetreibende können Produkte und Dienstleistungen damit über Bilder präsentieren – etwa im Anwendungskontext oder als Inspiration. Ziel ist, dass Nutzer:innen neue Marken entdecken und Angebote besser einordnen können.
Das Format wird zunächst während der Bildgenerierung in ChatGPT getestet, und zwar für Nutzer:innen der Pläne Free und Go. Die Anzeigen sind laut OpenAI klar gekennzeichnet und vom generierten Bild getrennt. Zudem betont OpenAI, dass Werbung die Antworten von ChatGPT nicht beeinflusst.
Wichtig für die Einordnung: Die Tests starten im Oktober 2026 in den USA und zunächst nur mit einer ausgewählten Gruppe von Werbetreibenden. Ein Starttermin für Deutschland wurde in der Ankündigung nicht genannt.
Wie steht es um Markensicherheit?
OpenAI prüft nach eigenen Angaben automatisch, ob ein Gespräch für Werbung geeignet ist. Sensible Kontexte oder Situationen, in denen Nutzer:innen emotional verletzlich sind, sollen ausgeschlossen werden. Ergänzt wird das durch menschliche Kontrolle und laufende Überwachung.
Für Werbetreibende gibt es zwei Neuerungen:
Unabhängige Prüfung: Mit DoubleVerify und Integral Ad Science laufen Pilotprojekte, in denen die Schutzmaßnahmen in einer kontrollierten Testumgebung bewertet werden, ohne auf private Gespräche zuzugreifen.
Negative Ausdrücke: Qualifizierte Werbetreibende können Platzierungen anhand eigener Markenrichtlinien enger eingrenzen – vergleichbar mit Ausschlüssen in anderen Werbeplattformen.
Was bedeutet das für Werbetreibende?
ChatGPT Ads ist ein neuer Kanal, der sich noch im Aufbau befindet. Für Unternehmen im deutschsprachigen Raum ergeben sich aktuell vor allem folgende Optionen:
Testbudget statt Umschichtung: Bei einem Einstieg empfiehlt sich ein klar abgegrenztes Testbudget mit sauberer Messung. Bestehende Kanäle wie Google Ads sollten nicht auf Basis einzelner Fallstudien umgeschichtet werden.
Entwicklung beobachten: Das visuelle Format wird bislang nur in den USA getestet. Es lohnt sich, die Verfügbarkeit für den eigenen Markt im Blick zu behalten, bevor Budgets eingeplant werden.
Tracking-Grundlagen prüfen: Wer bereits mit Tools wie Tealium, LiveRamp oder einem der genannten Attributionspartner arbeitet, kann prüfen, ob sich ChatGPT Ads perspektivisch in die bestehende Messung einbinden lässt.
Bildmaterial vorbereiten: Da das neue Format auf Bilder setzt, sind aussagekräftige Produkt- und Anwendungsbilder eine wichtige Voraussetzung – ähnlich wie bei Performance Max oder Demand Gen.
Markenrichtlinien definieren: Wer später einsteigen möchte, sollte vorab festlegen, in welchen Kontexten die Marke nicht erscheinen soll, um die Funktion „Negative Ausdrücke“ gezielt nutzen zu können.
Zusammenfassung:
Mit der Ankündigung vom 5. Oktober 2026 erweitert OpenAI ChatGPT Ads um ein visuelles Anzeigenformat, zusätzliche Mess- und Attributionspartner sowie neue Kontrollmöglichkeiten für das Werbeumfeld. Das neue Format wird zunächst in den USA während der Bildgenerierung getestet; zur Verfügbarkeit in Deutschland gibt es noch keine Angaben. Werbetreibende sollten die Entwicklung verfolgen und Tracking, Bildmaterial sowie Markenrichtlinien frühzeitig vorbereiten.
Häufig gestellte Fragen
Antworten auf die wichtigsten Fragen zum neuen visuellen Anzeigenformat, zur erweiterten Messung und zu den neuen Kontrollmöglichkeiten bei ChatGPT Ads.
Was ist das neue visuelle Anzeigenformat in ChatGPT?▾
Mit dem am 5. Oktober 2026 angekündigten Format können Werbetreibende Produkte und Dienstleistungen über Bilder präsentieren, etwa im Anwendungskontext oder als Inspiration. Das Format wird zunächst während der Bildgenerierung in ChatGPT für Nutzer:innen der Pläne Free und Go getestet.
Laut OpenAI sind die Anzeigen klar gekennzeichnet, vom generierten Bild getrennt und beeinflussen die Antworten von ChatGPT nicht.
Ist das visuelle Anzeigenformat bereits in Deutschland verfügbar?▾
Nein. Die Tests starten im Oktober 2026 in den USA und zunächst nur mit einer ausgewählten Gruppe von Werbetreibenden. Ein Starttermin für Deutschland wurde in der Ankündigung nicht genannt. Die Registrierung für Werbetreibende erfolgt über ads.openai.com.
Wie wird die Werbewirkung von ChatGPT Ads gemessen?▾
OpenAI kombiniert eigene Messlösungen mit externen Partnern, damit Werbetreibende die Wirkung in ihren bestehenden Systemen auswerten können:
- Datenübertragung: u. a. Hightouch, Tealium, LiveRamp
- Attribution Web & App: u. a. AppsFlyer, Adjust, Branch, Singular
- Full-Funnel-Messung: Fospha, INCRMNTAL
- Inkrementalität: Haus, Measured, WorkMagic
OpenAI weist darauf hin, dass die Inkrementalitätsmessung noch am Anfang steht. Veröffentlichte Fallbeispiele stammen aus dem US-Markt und lassen sich nicht ohne Weiteres auf andere Märkte oder Konten übertragen.
Welche Möglichkeiten zur Markensicherheit gibt es?▾
OpenAI prüft nach eigenen Angaben automatisch, ob ein Gespräch für Werbung geeignet ist, und schließt sensible Kontexte aus. Für Werbetreibende kommen zwei Neuerungen hinzu:
- Negative Ausdrücke: Qualifizierte Werbetreibende können Platzierungen anhand eigener Markenrichtlinien enger eingrenzen.
- Unabhängige Prüfung: Pilotprojekte mit DoubleVerify und Integral Ad Science bewerten die Schutzmaßnahmen in einer kontrollierten Testumgebung, ohne auf private Gespräche zuzugreifen.
