Google Display Ads wechseln zu Demand Gen – Die wichtigsten Fakten zur Umstellung

Google kündigt eine strukturelle Änderung in seinem Werbesystem an: Display-Kampagnen werden künftig in den Demand Gen Kampagnentyp integriert. Die Umstellung betrifft alle Werbetreibenden, die aktuell das Google Display Network (GDN) nutzen, und soll bis 2027 abgeschlossen sein.

Was ändert sich bei Google Display Ads?

Das Google Display Network (GDN) ermöglicht es Werbetreibenden, Anzeigen auf mehr als zwei Millionen Websites, Videos und Apps auszuspielen. Bislang wurden Display-Kampagnen als eigenständiger Kampagnentyp in Google Ads verwaltet.

Mit der aktuellen Änderung werden Display-Kampagnen in den Demand Gen Kampagnentyp überführt. Werbetreibende können ihre GDN-Präsenz künftig direkt über Demand Gen Kampagnen steuern – ohne dabei auf die bisherige Reichweite des Display-Netzwerks verzichten zu müssen.

Was ist Demand Gen und welche Kanäle sind enthalten?

Demand Gen ist ein Kampagnentyp von Google Ads, der auf visuelle Werbeflächen ausgerichtet ist. Er umfasst folgende Kanäle:

  • YouTube (inklusive YouTube Shorts)
  • Google Discover
  • Gmail
  • Google Maps
  • Google Display Network (GDN)

Über sogenannte Channel Controls können Werbetreibende steuern, auf welchen dieser Kanäle ihre Anzeigen ausgespielt werden. Eine ausschließliche Ausspielung über das GDN bleibt weiterhin möglich.

Warum nimmt Google diese Umstellung vor?

Google begründet die Integration mit dem veränderten Nutzerverhalten: Konsumenten bewegen sich zunehmend kanalübergreifend, bevor sie eine Kaufentscheidung treffen. Die Zusammenführung von Display und Demand Gen soll eine einheitlichere Kampagnenverwaltung ermöglichen und Werbetreibenden Zugang zu neuen Funktionen und Produktinnovationen verschaffen.

Welche Leistungsdaten nennt Google?

Google veröffentlicht folgende Zahlen zur Performance von GDN innerhalb von Demand Gen Kampagnen:

  • Werbetreibende, die GDN in Demand Gen Kampagnen einbinden, verzeichnen im Durchschnitt einen ROI-Anstieg von 9,5 %.
  • Die Lebensmittel-Lieferplattform GoFood erzielte durch die Kombination eine CPA-Senkung von 24 % sowie ein um 19 % höheres Conversion-Volumen.

Diese Zahlen stammen aus Angaben von Google und beziehen sich auf interne Fallstudien.

Wann findet die Migration statt und wie läuft sie ab?

Die Umstellung soll bis 2027 abgeschlossen sein. Google stellt ein Migrationstool bereit, das den Übergang unterstützt. Weitere Informationen zur Vorbereitung sind über folgende Quellen verfügbar:

  • Google Ads Help Center: support.google.com/google-ads
  • Offizielle FAQ-Seite zum Migrationsprozess
  • LinkedIn-Kanal @GoogleAds für laufende Updates

Werbetreibende sollten die Migration frühzeitig planen, um Unterbrechungen im laufenden Kampagnenbetrieb zu vermeiden.

Was bedeutet das für bestehende Display-Kampagnen?

Bestehende Display-Kampagnen laufen bis zur vollständigen Migration weiter. Die Integration in Demand Gen bringt folgende Änderungen mit sich:

  • Wahlweise weiterhin ausschließliche Ausspielung über das GDN
  • Zugang zu den neuesten Google Ads Funktionen aus dem Demand Gen Ökosystem
  • Vereinfachte Kampagnenverwaltung durch einen einheitlichen Kampagnentyp
  • Erweiterte Aussteuerungsmöglichkeiten über mehrere visuelle Google-Kanäle hinweg

Fazit: Frühzeitige Vorbereitung empfohlen

Die Integration von Google Display Ads in Demand Gen ist eine strukturelle Plattformänderung, die alle aktiven GDN-Nutzer betrifft. Die Migration ist bis 2027 geplant, jedoch empfiehlt es sich, die eigenen Kampagnenstrukturen bereits jetzt zu prüfen und die Möglichkeiten von Demand Gen zu evaluieren – insbesondere im Hinblick auf die erweiterten Channel Controls und die zentralisierte Kampagnenverwaltung.

FAQ

Häufig gestellte Fragen

Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Integration von Google Display Ads in Demand Gen Kampagnen.

Was passiert mit meinen bestehenden Display-Kampagnen?▾

Bestehende Display-Kampagnen laufen vorerst weiter. Die Migration in den Demand Gen Kampagnentyp soll schrittweise bis 2027 abgeschlossen sein. Google stellt dafür ein Migrationstool bereit, das den Übergang unterstützt. Automatische Änderungen ohne Zustimmung werden nicht vorgenommen.

Kann ich weiterhin ausschließlich auf dem Google Display Network werben?▾

Ja. Auch innerhalb von Demand Gen Kampagnen ist eine ausschließliche Ausspielung über das Google Display Network (GDN) mit seinen über 2 Millionen Websites, Videos und Apps möglich. Die Channel Controls ermöglichen eine gezielte Steuerung der Kanalauswahl.

Welche zusätzlichen Kanäle stehen durch Demand Gen zur Verfügung?▾

Neben dem Google Display Network können Anzeigen über Demand Gen auf folgenden Kanälen ausgespielt werden:

  • YouTube und YouTube Shorts
  • Google Discover
  • Gmail
  • Google Maps
Welche Leistungsverbesserungen kann ich durch die Umstellung erwarten?▾

Laut Google erzielen Werbetreibende, die GDN in Demand Gen Kampagnen einbinden, im Durchschnitt einen ROI-Anstieg von 9,5 %. Diese Zahlen basieren auf internen Fallstudien von Google und können je nach Branche, Budget und Kampagnenstruktur variieren. Eine individuelle Auswertung der eigenen Kampagnendaten bleibt daher empfehlenswert.